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26.1.12

wild heart

Mit diesem Post möchte ich heute eine neue Reihe einführen. Nämlich die Vorstellung von verschiedener Blogs die ich besonders interessant, gelungen oder schlichtweg empfehlenswert finde. Das Hauptaugenmerk wird dabei vielmehr auf "kleinen" Blogs als auf den "Global Playern" liegen. Schließlich kennt man letztere sowieso.

Die Erste Blogvorstellung ist M. mit ihrem Blog wild heart gewidmet.
Ihr Blog ist nicht streng in eine Kategorie einzuordnen - aber gerade das macht ihn so interessant und hebt ihn deutlich von der breiten Masse ab. Ganz grob kann man sagen es ist ein Fashion und Lifestyle Blog mit einer ordentlichen Portion Individualität und etwas Daily Life. Teilweise ganz in Our Town Manier. Das macht den Blog aber keineswegs langweilig, sondern nur origineller. 



Sie bloggt hauptsächlich über Mode und stellt oftmals auch ihre eigenen Outfits mit Hilfe von kreativen Fotografien vor. Hin und wieder findet man auch den ein oder anderen persönlichen Post oder Make-up Tipp. Zuletzt tauchen immer wieder schöne, individuelle und aussagekräftige Fotografien auf ihrem Blog auf.

Alles in Allem klingt dies erst einmal wie ein klassischer "Mädchenblog". Darum handelt es sich bei ihrem Blog aber aus oben genannten Gründen bei weitem nicht. Und auch wenn Make-up und Mode nicht die gerade die Welt eines männlichen Lesers ist, lohnt es sich, aufgrund ihrer Kreativität, auf dem Blog vorbeizuschauen.


8.12.11

Schwarz - Weißserie #1 : "Hinding"

Ideenfindung/ Problematik:

Es war schon gegen Mittag, als wir uns entschieden etwas Essen zu gehen. Dabei hatten wir eine lange Diskussion darüber, ob es sich lohnen würde, in das Affenhaus zu gehen um dort ein paar Bilder von Menschenaffen zu erstellen. Auf der Contra-Seite standen die Argumente, dass die Zeit sehr knapp war und die dreckigen Scheiben die Bildqualität stark beeinträchtigen würden. Auf der Pro-Seiten standen lediglich die zwei sehr schwachen Argumente, dass das Affenhaus auf dem Weg zu den anderen Gehegen liegt und eine große Auswahl an Fotografien von Vorteil wäre.

Trotz der stark überwiegenden Gegenseite, entschlossen wir uns letztendlich doch dazu den Affen eine Chance zu geben.

Im Affenhaus waren die Bedingungen dann doch schlechter als erwartet, große Menschenmengen verhinderten den direkten Blick auf den Käfig und kleinen Kindern war es gelungen die ganze Scheibe mit ihren kleinen fettigen Handabdrücken zu übersähen. Des Weiteren gab es nur sehr wenig direktes Sonnenlicht, wodurch die Belichtungszeit in Mitleidenschaft gezogen wurden. Wir waren zuerst gezwungen zu blitzen um verwacklungsfreie Bilder zu erhalten. Doch die Scheiben reflektierten den Blitz und legten einen milchigen Schleier über das Bild, was diese Bilder unbrauchbar machte. Daher blieb uns nichts anderes übrig als die Lichtempfindlichkeit des Kamerasensors zu erhöhen. Der Nachteil davon war, eine wesentlich schlechtere Bildqualität die wir eigentlich vermeiden wollten. Zusätzlich dazu, reichte selbst diese Maßnahme nicht aus, um in der dunklen Umgebungen verwacklungsfreie Bilder zu erzeugen.

Schließlich bewegte sich ein Teil der Menschenmenge weg, was uns erlaubte direkt an der Scheibe zu stehen, dadurch war es uns erlaubt, die Kamera wesentlich sicherer, stabiler und ruhiger zu halten. Dies führte dazu, dass wir unter hoher Konzentration scharfe Bilder erzeugen konnten.


Umsetzung/Komposition:

Unser Ziel war es, das furchteinflößende, gewaltige Bild des Menschenaffens, welches uns durch Filme wie King Kong oder Planet der Affen so wie Meldungen darüber, dass Menschen von Affen angegriffen, verletzt oder sogar getötet wurden zu widerlegen.

Dies schien letztendlich einfacher als erwartet zu werden, denn die Affen waren sehr aktiv und verspielt. Man sah immer wieder wie sie miteinander interagierten, sich umeinander kümmerten, sich pflegten oder miteinander spielten.

Dies war sowohl zwischen gleichaltrigen Tieren aber auch zwischen Jungtieren und Erwachsenen klar erkennbar und selbst der größte und mächtigste Affe wirkte ganz friedlich und ruhig, als er sich einmal zurücklehnte und sich von dem Spielen ausruhte.

Letztendlich haben wir uns aber nicht für diese Bilder entschieden, sondern für ein anderes, aus dem Hintergrundgeschehen heraus viel ausdrucksstärkeres.

Das Bild zeigt ein Muttertier, welches zu Beginn sehr verängstigt wirkte und auf die großen Kameras unruhig reagierte, selbst wenn nicht geblitzt wurde. Auch wenn die Menge einmal lauter war oder viele Leute umher gelaufen sind, wirkte das Tier sehr nervös. Schließlich hatte es sich hinter einem breiten, von der Decke hängenden Stoffband versteckt und schielte mit dem eigenartigen Blick immer wieder, abwechselnd links und rechts vorbei zu der Menge, während es sich an einem Seil festhielt.

Darin sahen wir das Motiv, welches wir gesucht hatten, eine Affe der selbst sehr viel Angst vor den Menschen und der lauten Kulisse hatte. Dennoch herrschte nach wie vor die Verspieltheit des Tieres, dadurch, dass es immer wieder an den Seiten vorbeischaute und dabei seinen Blick ständig veränderte.

Auch die Farbgebungen passte perfekt, denn der Affe hob sich sehr schön, von dem angenehm strukturieren Hintergrund, dessen beruhigende Wirkung durch den Einsatz der Tiefenunschärfe verstärkt wurde, ab. Er nimmt außerdem nicht zu viel Platz im Bild ein und das Band so wie das Seil bilden harmonische Geraden, welche das Motiv passend in das Gesamtbild einfügen.


8.11.11

Grundlagen der Fotografie: Die Brennweite

Allgemein:
Die Brennweite ist in der Optik der Abstand des Brennpunkts, auch Fokus genannt, von der ihm zugeordneten Hauptebene einer Linse oder eines Hohlspiegels. Bei Sammellinsen und Hohlspiegeln ist die Brennweite positiv, bei Zerstreuungslinsen und Konvexspiegeln negativ. [...]

Vereinfacht betrachtet ist die Brennweite die Entfernung einer Linse zu ihrem Brennpunkt. Sammellinsen und Hohlspiegel bündeln in diesem Punkt auf der optischen Achse sämtliche hierzu parallel einfallenden Lichtstrahlen. Die bildseitige Brennweite ist also gleichzeitig die kleinste mögliche Bildweite. In der Fotografie bestimmt die Brennweite eines Objektivs zusammen mit dem Aufnahmeformat bzw. dem Bildkreis den Bildwinkel und damit den Bildausschnitt. - Wikipedia

Die Brennweite bestimmt also in der Fotografie die Größe des abgebildeten Objektes auf dem Sensor und ergibt sich aus der Objektivbrennweite in Abhängigkeit des Bildsensors:
  • Brennweite * Cropfaktor des Sensors = effektive Brennweite
Bei einer Kamera mit Kleinbildsensor (das sind die meisten Einsteigerkameras) wäre das der Faktor 1,6. Bei einer Großbildkamera der Faktor 1,0.


Differenzierung:
Nun unterscheidet man bei den Objektiven zwischen verschiedenen Arten, die sich aus der Brennweite ergeben.
  • Festbrennweiten (Objektive, deren Brennweite nicht variabel ist, diese sind hauptsächlich Profiobjektive, da eine Festbrennweite die Optimierung des Objektives auf die jeweilige Brennweite erlaubt).
  • Zoomobjektive (Sind das Gegenstück zu Festbrennweiten. Ihre Brennweite ist variabel, was zu mehr Komfort aber einbußen in der Qualität führt. Daher sind sie die perfekten Reiseobjektive).
  • Normale Objektive (Diese Objektive stellen den Bildausschnitt in etwa so da, wie der Mensch die Szene mit seinem Augen sehen würde. An einer Großbildkamera wäre dies die Brennweite 50mm).
  • Weitwinkelobjektive (Diese Objektive verfügen über eine möglichst geringe Brennweite, sie sind optimal für Architektur- und Landschaftsfotografie oder in allen Situationen in denen ein geringer Abstand zwischen Motiv und Fotograf vorherrscht).
  • Teleobjektive (Sie bilden das Gegenstück zu den Weitwinkelobjektiven und sind dafür ausgelegt weit entfernte Objekte möglichst groß abzubilden. Daher finden sie ihren Einsatz in der Naturfotografie).

Brennweitenvergleich:

Urheber:Armin Küblbeck // Lizenz & Quelle

Unterschiede zwischen Tele- & Weitwinkelobjektiv bei der Darstellung:
Ein Weitwinkel- und ein Teleobjektiv unterscheiden sich in der Darstellung eines Objektes nicht nur darin, dass das eine Objektiv stärker vergrößert, sondern auch darin, dass eine Streckung (Weitwinkel), beziehungsweise eine Stauchung (Tele) der Tiefenwirkung entsteht. So wird die Tiefe bei einem Bild das mit einem Weitwinkelobjektiv fotografiert wurde stark erhöht. Der Hintergrund wirkt beispielsweise weiter entfernt oder Objekte erscheinen Länger und verhältnismäßig größer - beispielsweise in das Bild hineinragende Beine.
Bei einem Teleobjektiv hingegen erscheint der Hintergrund wesentlich näher am Objekt, wodurch das Objekt verhältnismäßig kleiner wirkt und die Tiefenwirkung schwächer ausfällt.

Wie man sehen kann ist die Uhr immer gleich groß, der Hintergrund aber unterschiedlich stark gestreckt.

14.10.11

Grundlagen der Fotografie #3: Die Lichtempfindlichkeit bzw. ISO

Neben den schon genannten Einstellungen, Blende und Verschlusszeit, gibt es eine weitere Einstellung, die man an einer DSLR einstellen kann, um seine Bilder zu optimieren. Im Manuellen Modus lässt sich die Lichtempfindlichkeit des Sensors bestimmen. Doch was für Auswirkungen hat dies? Eine Beschreibung zur ISO lesen sie hier:

Die Änderung der Lichtempfindlichkeit gibt es nicht erst seit dem Zeitalter der Digitalen Fotografie, sondern gab es auch schon bei analogen Kameras. Hier konnte man früher diverse Filme mit unterschiedlichen ISO-Werten kaufen. Der Vorteil der heutigen digitalen Fotografie ist jedoch, dass problemlos zwischen den Bildern die ISO gewechselt werden kann.

ISO ist eine allgemeine Abkürzung für eine internationale Norm und bedeutet International Organisation for Standardisation.

Die ISO-Werte beschreiben wie Lichtempfindlich der Sensor ist und reichen von einer Skala von 50 - < 10000 - bei Profi-Spiegelreflexkameras. Die Lichtempfindlichkeit verdoppelt sich bei jeder Stufe, somit ist beispielsweise ISO 100 doppelt so lichtempfindlich wie ISO 50. Die Belichtungsstufen werden somit immer x2 genommen: 50 -100-200-400-800-1600 usw.

Es folgt daraus, dass die Wertänderung den gleichen Effekt hat, wie wenn man um eine Belichtungsstufe länger belichten würde. Man hat den Vorteil mehr Licht bei gleichen, niedrigen Belichtungszeiten einfangen zu können. Möchte man beispielsweise Fotos von einem Hallenfussballspiel machen, so muss man einen höheren ISO-Wert verwenden, da man sehr diffuses Licht in der Halle hat und ebenso eine hohe Verschlusszeit für scharfe Aufnahmen der Bewegungen benötigt. Der Fotograf greift also nur dann auf die ISO zu, wenn das vorhandene Licht nicht mehr für kurze Verschlusszeiten ausreicht. Es steht somit neben der Blende und der Verschlusszeit eine weitere Option zur Verfügung, um die Lichtempfindlichkeit zu wählen.

Eine hohe ISO hat jedoch auch einen unangenehmen Nebeneffekt. Aufgrund dass der Sensor das Bild digital verstärkt, kommt es auch eher zu Bildstörungen. Diese Bildstörungen schlagen sich in der Qualität des Bildes nieder und es entsteht das bekannte „Rauschen“. Unter dem Begriff „Rauschen“ wird die Grobkörnigkeit des Bildes bezeichnet. Bei welchem ISO-Wert ein Bild anfängt „Rauschen“ aufzuweisen ist unterschiedlich. Dies kommt je auf Sensortyp drauf an und wie groß er ist. Bei Kompaktkameras kommt es verständlicher Weise schneller zu einem „Rauschen“, da hier die gleiche Anzahl von Pixeln auf einem wesentlich kleineren Sensor untergebracht werden müssen und somit die Störungsrate steigt. 

Vergleich des Bildrauschens bei verschiedenen ISO-Werten. Ein Blitz wurde zu Hilfe genommen, damit die Einstellungen der Blende und der Verschlusszeit gleich bleiben konnten.

7.10.11

Grundlagen der Fotografie #2: Die Verschlusszeit

Neben der Blende stellt die Verschlusszeit die wohl wichtigste Einstellung in der analogen und digitalen Fotografie dar. Aus diesem Grund möchten wir den 2. Teil unserer Serie über die Grundlagen der Fotografie der Verschlusszeit widmen. Im Folgenden soll daher erst einmal definiert werden, was überhaupt die Verschlusszeit ist, welche Eigenschaften sie hat, wie man sie verwendet und zum Schluss noch welche besonderen Effekte sich damit erzielen lassen können.

Definition:
Als Verschlusszeit wird die Belichtungszeit bezeichnet, die durch einen Kameraverschluss gebildet wird. Die Steuerung erfolgt entweder rein mechanisch oder elektronisch. (Wikipedia)
Eigenschaften:
Die Verschlusszeit bestimmt wie lange Licht auf den Film oder in der digitalen Fotografie auf den Sensor fällt. Umso länger der Film, beziehungsweise der Sensor, belichtet wird, umso heller wird das Bild, aber umso höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass das Foto verwackelt.
Ein Beispiel:
Angenommen man fotografiert mit einer Verschlusszeit von 1/200s. In diesem Fall fällt Licht für 1/200s auf den Sensor. Die Zeit ist also sehr gering und es ist nur schwer möglich sich innerhalb der 1/200s so zu bewegen, dass ein Lichtstrahl auf 2 verschiedenen Bildpunkten abgebildet werden kann. Folglich ist das Bild scharf.
Fotografiert man nun aber mit einer Verschlusszeit von 2s ist es ohne Stativ unmöglich ein scharfes Bild zu erzeugen, denn kein Mensch kann 2s ruhig stehen, alleine schon durch das betätigen des Auslösers wird die Position der Kamera und somit die Position des Sensors minimal verändert. Das Ergebnis ist ein unscharfes Bild.

Damit dies nicht geschieht gibt es einige Hilfsmittel und Regeln:
Zuerst sollte man sich der Faustregel bedienen, dass ein Foto dann scharf wird, wenn man die Brennweite mit dem Crop-Faktor der Kamera multipliziert und die Konstante 1 durch das Produkt teilt. Einsteigerkameras verfügen meistens über einen Kleinbildsensor mit einem Crop-Faktor von 1,6 - das Bild wird also um den Faktor 1,6 vergrößert dargestellt - während bessere Kameras meistens einen Großbildsensor mit dem Faktor 1,0 haben. Wird nun ein Foto mit einer Brennweite von 50mm (das entspricht etwa dem was wir mit dem Auge wahrnehmen können) und einer Kleinbildkamera gemacht, sollte man eine Verschlusszeit von 1 / ( 50 x 1,6 ) also 1/80s.
Unterstützend dazu  kann der Fotograf - bei einem sich nicht bewegenden Objekt - die Verschlusszeit verkürzen indem er möglichst ruhig steht. Das geht am besten wenn man vor dem ausdrücken ausatmet und dann die Luft während des Auslösens anhält. Je nach Übung kommt man dadurch zu einer Verschlusszeit von 1/40s bei gleichen Einstellungen. 
Ein weiteres Hilfsmittel ist natürlich das Stativ, dieses garantiert dem Foto einen festen Stand, wodurch sich nicht bewegende Objekte mit jeder beliebigen Verschlusszeit fotografiert werden können. Um das Stativ zu perfektionieren kann man sich noch einem Fernauslöser bedienen, welcher auch mögliche Verwackelungen beim Auslösen des Fotos vom Stativ verhindert.

Wie verändere ich die Verschlusszeit?
In der Regel muss man dazu bei der Kamera in den manuellen Modus (M) schalten. Dies geht entweder über das Display oder über das Steuerrad. Anschließend verändert man die Höhe der Verschlusszeit über das Einstellrad oder die Pfeiltasten. Eine niedrige Zahl bedeutet dabei eine niedrige Verschlusszeit.
Bsp:
1 / 300 = 1/300s, kurz
"3 = 0,3s, lang
3 = 3s, sehr lang
BULB = es wird solange belichtet, wie der Auslöser betätigt ist. In diesem Modus schalten einige Kameras aber nach einer bestimmten Zeit (ca. 30min) zum Eigenschutz aus.
Eine weitere Möglichkeit ist der Tv Modus, wählt man diesen kann man mit dem Einstellungsrad oder den Pfeiltasten ebenfalls die Verschlusszeit verändert. Der Vorteil in diesem Modus ist jedoch, dass sich die Blende automatisch den Einstellungen der Verschlusszeit anpasst.

Einsatz:
Wann benutzt man aber nun welche Verschlusszeiten?
Sobald sich das Motiv in Bewegung befindet, empfiehlt es sich, für ein scharfes Foto, eine möglichst kurze Verschlusszeit zu wählen, umso schneller das Motiv ist, umso kürzer die Verschlusszeit. 
Eine lange Verschlusszeit wird hingegen dann verwendet, wenn das vorhandene Licht eine kurze Verschlusszeit unmöglich macht, denn umso kürzer die Verschlusszeit ist, umso weniger Licht fällt auf den Sensor, irgendwann ist es einfach so dunkel, dass das vorhandene Licht nicht ausreicht und ein unterbelichtetes oder schwarzes Bild entsteht. In diesem Fall muss man die Verschlusszeit erhöhen, bis ein akzeptables Ergebnis zustande kommt. Allerdings muss man darauf achten, dass die Verschlusszeit nicht zu lang und das Bild unscharf wird.

Die Beeinflussung der Blende:
Nicht immer erhält man die gewünschte Verschlusszeit, weil das Bild entweder zu hell oder zu dunkel wird, in diesem Fall muss man den Effekt mit der Blende korrigieren. Hat man zum Beispiel eine sehr kurze Verschlusszeit, weil man sich schnell bewegendes Objekt fotografieren möchte wird das Bild oftmals zu dunkel. Daher muss man nun die Blende weiter öffnen, damit mehr Licht in kürzerer Zeit auf den Sensor fällt (siehe Grundkurs: Blende). Möchte man aber besondere Effekte durch eine lange Verschlusszeit erhalten, muss die Blendenöffnung verkleinert werden, damit das Bild nicht überbelichtet ist.

Besondere Effekte:
Die Verschlusszeit erlaubt einige nette Effekte, so kann man zum Beispiel bei der Sportfotografie die Verschlusszeit auf 1/20s einstellen und während das Motiv vorbeifährt die Kamera mit der Bewegung mitführen und während dessen auslösen. Dabei wird das Motiv scharf, während die Umgebung verzerrt wird. Der erzielte Effekt wird Bewegungsunschärfe genannt.

Bewegungsunschärfe 1/20s + Mitschwingen

Den Effekt kann man aber auch etwas umstellen, indem man die Einstellungen gleich behält, also ebenfalls eine geringe Verschlusszeit von 1/20s und das Motiv sich auf einen zu bewegt oder sich vom Fotografen wegbewegt. In diesem Fall gleicht man die Bewegung durch das Zoomen mit Hilfe des Objektives aus. Anschließend entstehen Linien die auf das Objekt drauf oder vom Objekt weg zoomen. Wichtig dabei ist, dass das bewegende Objekt in der Verlängerung des Fotografen ist und nicht versetzt.

Bewegungsunschärfe 1/20s + Zoom

Ein weiterer Effekt den man durch eine außergewöhnliche Verschlusszeit erhält findet sich in der Lightart wieder. Hierbei wird möglichst lange in einer sehr dunklen Umgebungen belichtet, während einzelne Lichtquellen anschließend das Bild erstellen. Dies wird meistens über die BULB Funktion gemacht. Entweder kann man mit einer Lichtquelle etwas in das Foto malen oder man beleuchtet gezielt einzelne Stellen innerhalb des Fotos um dadurch besondere Highlights zu setzen.

Lightart, BULB, mit einer Lichtquelle wurde die weiße Silhouette gezeichnet und anschließend das Gras und ausgewählte Bereiche des Autos angeleuchtet um Highlights zu setzen.
Lightart, BULB die Rücklichter vorbeifahrender Fahrzeuge wurden eingefangen und die Bewegung der Wolken um dem Bild zusätzliche Dynamik zu geben

29.9.11

Update: Grundlagen der Fotografie, Blende

Soeben wurde der Grundlagenartikel über die Blende um ein paar weitere Aspekte sowie Beispielbilder erweitert.

Dazu kam:
  • Beispielbild: Vergleich der Tiefenunschärfe bei verschiedenen Blendeneinstellungen.
  • Wie entsteht die Unschärfe.
  • Welchen Einfluss kann ich jenseits der Blendeneinstellungen auf die Tiefenunschärfe nehmen?.
Link: Grundlagen der Fotografie, die Blende.

24.9.11

Welche Stockagenturen gibt es?

Welche Stockagenturen gibt es?
Wenn man Bilder verkaufen möchte, muss man sich natürlich Gedanken machen, was die lukrativsten Anbieter sind. Wir haben in der bisherigen Zeit, in welcher wir Stockfotografie thematisieren, uns auf zwei Stockagenturen, Fotolia und Shutterstock, spezialisiert und stellen diese im Folgenden vor.




Die bekannteste Stockagentur im europäischen Raum ist Fotolia. Fotolia ist geradezu der Marktführer in Europa und glänzt mit einem großen Angebot und hohen Nachfragequoten von Kunden. Die Mitgliedschaft bei dieser Agentur ist kostenlos und das Anbietermenü ist komplett auch auf Deutsch zugänglich. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist jedoch das Einhalten von Nutzungsbedingungen die folgende Punkte umfassen:

- Der Nutzer muss volljährig sein
- Man selbst ist der Urheber aller hochgeladenen Bildern
- Man muss die Berechtigung für die kommerzielle Verwertung aller geschützten Elemente, wie zum Beispiel Logos, besitzen

Der Anbieter erhält nach Kauf eines Produktes eine Umsatzbeteiligung, welche sich nach der Exklusivität des Anbieters richtet. Diese Umsatzbeteiligung liegt zwischen 20% - 63% für Einzeldownloads und 0,25 Credits – 0,40 Credits für Bilder im Abonnement.
Der Anbieter hat die durch die 24h Abrufzeit seiner Bilder die Chance sich einen guten Nebenverdienst im Monat zu erwerben.




Shutterstock ist ähnlich aufgebaut wie Fotolia, jedoch unterscheiden sich beide Agenturen dadurch, dass Shutterstock hauptsächlich auf dem Abo-Prinzip basiert. Der Kunde zahlt somit einen Festbetrag im Monat und darf täglich 25 Bilder herunter laden.
Als neuer Anbieter verdient man pro verkauftem Bild 0,25 Cent, ab einer Einnahme von 500$ steigt man dann auf und wird mit 0,33 Cent entlohnt, so schraubt sich dies immer höher.
Es dauert somit eine Weile, bis man einen guten Verdienst vorzeigen kann, jedoch ist dies mit Konsequenz und Freude an der Fotografie schnell zu meistern.
Um sich bei Shutterstock anzumelden benötigst du ein Anmeldeformular und eine Kopie deines Personalausweises, sowie die Einverständnis der Nutzungsbedingen, welche denen von Fotolia entsprechen,  was jedoch auch auf der Website erklärt wird.
Die neueste Innovation hat sich Ende letzten Jahres bei Shutterstock aufgetan. Die anfangs rein englischsprachige Agentur ist nun auch auf Deutsch verfügbar.

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Fotolia und Shutterstock sind folglich die vorzeige Stockagenturen auf dem internationalen Markt und glänzen mit Übersicht und gutem Handling für Anbieter sowie Qualität und Masse für Kunden

Das erste jemals geschossene Foto

Ein kleiner Ausflug in die Fotografiegeschichte:





Dieses, 1836 aus einem Fenster in Frankreich geschossene Foto, ist das älteste und somit erste Foto der Geschichte.


Zwei Jahre später, im Jahr 1838 wurde folgendes Foto geschossen. Es ist somit die erste Fotografie, auf welcher Menschen zu sehen sind.



Wo wir also schon beim Thema Menschen sind, kommt dieses Selbstportrait von Robert Cornelius ins Spiel, denn es stellt das erste fotografische Portrait dar. 1839 schoss er das Bild von sich selbst, vor dem Geschäft seiner Eltern und eröffnete kurz darauf auch schon sein eigenes Fotogeschäft.


Beenden möchten wir diesen Beitrag mit einem etwas außergewöhnlicherem Foto, nämlich dem ersten Bild, welches seinen Weg in das Internet gefunden hat:


Tim Berners-Lee hat diese Foto 1992 nach einem Auftritt der Gruppe gescannt und online gestellt.

8.8.11

Das Abendmahl 2011

Unsere Neuinterpretation von dem Abendmahl stellt die gleiche Szene mit der gleichen Bedeutung wieder dar, jedoch wurde es in die Moderne umgewandelt. So tragen die zusehenden Personen statt Gewändern ansehnliche Businessclass-Hemden, welche dir moderne Zeit in Form von Reichtum wiederspiegeln sollen. Ebenso stehen statt kleine Schüsseln/Krügen, edle Weingläser auf der Tafel und zugehörige Rotweinflaschen. Brötchen wurden durch Brotscheiben ersetzt, entsprechen jedoch der Anzahl von 38 Stück, wie es auch im Original der Fall ist. Auch bei dieser Fotografie wurde die Zentralperspektive miteinbezogen und in einer entsprechenden Lokation fotografiert, welche ebenso auch eine Fensterfront aufweist. Somit sind elementare Strukturen vom Original erhalten geblieben. Um in der Fotografie jedoch nicht den Bezug zum Alter des Originales zu verlieren wurde gezielt eine Schwarz-Weiß-Fotografie angefertigt, da Schwarz-Weiß-Fotografien stets an ältere Zeiten erinnern, zugleich jedoch immer wieder in der Modernen Kunst Anteil finden. Durch den Starken Kontrast von Weiß und Schwarz wird die Fotografie auf das wesentliche reduziert und der Betrachter wird nicht durch diverse Farben vom Eigentlichen abgelenkt, ihm bleibt mehr Zeit sich in das Werk hineinzudenken. Um die Person, welche Jesus verkörpert, hervorzuheben wurden zwei Oberkörper in einer Person „verschmolzen“. Dem Betrachter fällt sofort diese Unregelmäßigkeit auf und sein Blick wandert unaufhaltsam auf die zentrale Person des Bildes
Dieses Werk ist aus mehreren Aufnahmen zusammengesetzt. Wir haben nur zwei Personen verwendet und waren dadurch gezwungen sieben Aufnahmen zu tätigen. Damit sich jedoch nicht die Szenerie ändert, sondern nur die Personen, wurde die Kamera auf einem Stativ fixiert, dadurch wurde ein Verwackeln verhindert. Es wurde von links nach rechts mit den Aufnahmen der Personen begonnen. Ist eine Aufnahme mit zwei Personen vollendet gewesen, musste der Abstand und die Pose mit dem Original abgeglichen werden, sodass es beim späteren Überlagern der Bilder nicht zu Personenüberlagerungen kam. Die Bilder wurden anschließend im Photoshop übereinander gelegt und mithilfe von Ebenenmasken wurden die einzelnen Personen in die gewünschte Bildebene hervorgehoben.
Die Aufnahme wurde mit einer Canon EOS 400D angefertigt. Da es in dem Raum relativ dämmrig war, wurde eine Blendenzahl von 4, eine Belichtungszeit von 1/20 Sek. und ein ISO-Wert von 400 gewählt.

7.8.11

Fotografie - Microstocks




In dem Fall, dass ihr Hobbyfotografen seit, lohnt es sich sehr, mit der Fotografie Geld zu verdienen. Die einfachste und zugleich zeitsparendste Methode mit den eigenen Fotografien Geld zu verdienen, ist es diese über eine Stockagentur vertreiben zu lassen. Das heißt ihr schickt eure Fotos zu der ausgewählten Agentur. Dort durchlaufen diese dann einen Aufnahmeprozess, bei welchem die Bilder bestimmte Kriterien erfüllen müssen, um in das Sortiment aufgenommen zu werden. Danach müsst ihr den Fotografien Suchwörter zuweisen, nach welchen die Bilder in der Agentur gefunden werden können. Anschließend sind eure Fotografien in die globale Suchmaschine der Agentur eingespeist und können sofort verkauft werden. Dabei ist das Geld, welches ihr erhaltet abhängig von der Anzahl der Fotografien, der Auflösung und der Anzahl der insgesamt verkauften Fotografien. Je höher diese Werte sind umso besser. So erhaltet ihr, abhängig von der Agentur und den oben genannten Faktoren 50-80% des Verkaufspreises. Auch bei den Verkaufspreisen muss man wieder unterscheiden, einige Agenturen bieten Bilder bereits zu 25ct Beträgen an, bei anderen kann ein Bild auch einmal 100€ kosten. Folglich solltet ihr euch, auf einer Microstockagentur, das sind Agenturen, die auf möglichst viele Verkäufe zu möglichst kleinen Preisen setzen, registrieren, wenn euch viel Bilder zur Verfügung stehen und die Qualität der Fotografien noch nicht im High-End Bereich ist. Makrostockagenturen bieten sich hingegen an, falls ihr bereits professionell fotografiert und über qualitativ sehr hochwertige Bilder verfügt, bei diesen Agenturen kann ein Bild dann auch einmal für 100€ verkauft werden.

Weil wir aber davon ausgehen, dass dies bei den wenigsten der Fall sein wird, möchten wir uns in diesem Artikel auf Microstockagenturen konzentrieren.

Als wir selbst begonnen haben über Stockagenturen Geld zu verdienen haben wir uns natürlich zuerst einmal umgesehen und in jede Agentur, die wir finden konnten, unsere Bilder eingespeist. Nach einiger Zeit des Beobachtens haben wir den Gewinn und den benötigten Aufwand dann zusammengerechnet und das Fazit gezogen, dass die profitabelste Agentur in dieser Nische Shutterstock ist. Dort erhaltet ihr, im Gegensatz zu der Konkurrenz, pauschal 25ct pro verkauftem Werk. Allerdings werden dort massig Bilder verkauft und ihr werdet schnell feststellen, dass die Masse lukrativer ist als teure Einzelverkäufe. 
Den Test haben wir gemacht, indem wir uns mit den selben Fotografien sowohl bei Shutterstock als auch bei Fotolia und anderen Konkurrenten angemeldet habe. Das Gehalt pro verkauftem Bild, lag bei den Konkurrenzagenturen zwar zwischen 10ct und bis zu 25€. Allerdings wurden dort nicht alle Fotografien akzeptiert und Verkäufe fanden nur in relativ langen Zeitabständen statt. Im Gegensatz dazu, hatten wir bei Shutterstock jeden Tag etliche Verkäufe, so dass wir letztendlich im gleichen Zeitraum auf Shutterstock 68% mehr Gewinn erzielten als bei der Konkurrenz mit höheren Preisen. Zusätzlich lässt sich dieser Gewinn auch noch vergrößern, denn unsere Werte entstanden, als wir noch sehr neu in der Agentur waren und davor noch keine Verkäufe hatte. Im laufe der Zeit steigt aber die Gewinnspanne pro verkauften Foto, abhängig von den insgesamt verkauften Fotografien. Dabei findet eine Gewinnsteigerung von über 50% statt, wodurch der Gesamterlös ordentlich steigt.

Aus diesen Gründen empfehlen wir euch, insofern ihr Geld mit euren Fotografien verdienen wollt, euch auf Shutterstock zu etablieren.

Als Beispiel können wir euch auf unsere Website verweisen: GG-Raw.com

Die Shutterstockauszahlungen verlaufen über alle gängigen Banktransfermethoden und über PayPal, hier ein Screenshot unserer letzten Auszahlung. Ausgezahlt wird automatisch, jeden Monat, wobei die Grenze für den Mindestbetrag dabei selbst festgelegt werden kann, das Minimum beträgt jedoch 70€.


(Zum Vergrößern anklicken)

Aufwand?
Der Aufwand ist zu Beginn recht hoch, da man zuerst einmal eine Masse an Bilder erstellen und diese hochladen muss. Allerdings werden 90% der Bilder akzeptiert. Darauf folgt dann das lästige festlegen der Suchbegriffe. Sind diese, zu Beginn, demotivierenden Schritte aber erst einmal erledigt, automatisiert sich das System nahezu und man kann mit einem regelmäßigen monatlichen Betrag rechnen, welcher sobald man eine große Masse an Bildern hat sehr gewinnbringend ist. Allerdings braucht man dafür einiges an Durchhaltevermögen, da gerade der Einstieg recht schwer ist.

Willkommen

Herzlich Willkommen,

GG-Raw hat nun auch, neben der Website, einen Blog, auf welchem Ihr stetig auf dem Laufenden über unsere Arbeiten gehalten werdet. Neben Werkserläuterungen und Fotografietechniken erhaltet Ihr einen Einblick in den Arbeitsablauf unserer fotografischen Tätigkeit und darüber hinaus wichtige Informationen über die Welt der Fotografie.




Des Weiteren möchten wir Euch unsere Leidenschaft der Stockfotografie nahe bringen und bieten Euch Tipps und Hilfe, um selbst in dieser Branche Fuß zu fassen.
Wir hoffen, dass wir Euch begeistern können und freuen uns auf Euer Feedback.

Euer GG-Raw Team.